Zwerge am Svellt #7
Hinter Hillhaus rückte das Vorgebirge der Salamandersteine dicht an die Straße heran. Links stiegen zwischen den Bäumen bereits die ersten Hänge empor, dunkles Grün unter einem bedeckten Himmel, der den ganzen Tag über schwer über dem Land hing. Gegen Mittag hatte sich eine schwüle Hitze entwickelt, die selbst den Zwergen den Atem nahm. Althea blickte zu den bewaldeten Höhen hinauf und dachte für einen Moment, dass die Welt enger wurde. Nicht, dass es die Zwerge gestört hätte. Sie marschierten wie immer unbeirrt weiter, Schritt für Schritt, Tondar voran, Keldi dicht hinter ihm.
Noch vor der Mittagsrast hob Tondar plötzlich die Hand und deutete nach links. Neben der Straße war der Boden aufgewühlt; eine Spur führte ins Gebüsch. Hurdin nahm wortlos die Axt von der Schulter und behielt den Weg im Blick, während Tondar sich mit Keldi an seiner Seite dem Waldsaum näherte. Beide verschwanden lautlos im Unterholz. Furka, Althea und Archon blieben am Straßenrand zurück, unschlüssig, bis Keldi wenig später wieder auftauchte und sie heranwinkte.
Ein paar Schritte im Wald lag ein toter Mann zwischen Farnen und Wurzeln. Mittleren Alters, robuste Kleidung, unter dem Körper ein Schmiedehammer — ein Handwerker, vielleicht auf dem Weg nach Süden oder Norden, nun namenlos zwischen den Bäumen liegen geblieben. Der Rucksack fehlte, der Geldbeutel war sauber abgeschnitten worden.
Sie standen einen Moment schweigend um ihn herum, bis Hurdin sein Gepäck absetzte. Ohne ein Wort zog er die Hacke hervor, reichte Furka im Vorübergehen die Schaufel und begann zwischen den Bäumen einen Platz freizulegen, Steine aus dem Boden zu brechen und Erde zu lockern. Gemeinsam bestatteten sie den Fremden. Während Hurdin und Furka den Hügel schlossen, flochten Althea und Archon aus Ästen ein Boronsrad, das sie oben auf die frische Erde legten.
„Das waren Orksäbel“, murmelte Keldi, als sie zurück zur Straße gingen.
Tondar nickte nur und hielt von da an die Armbrust schussbereit in der Hand. Seitdem schienen selbst die Wälder dunkler geworden zu sein.
Das Flüsschen, das sie zuvor östlich begleitet hatte, war längst außer Sicht geraten. Es entsprang irgendwo weiter voraus in den Fußhügeln der Salamandersteine und floss, wie Tondar aus den Gesprächen in Hillhaus wusste, durch ein kleines Tal jenseits des Silberbuchenwalds. Seit geraumer Zeit standen links der Straße die helleren Stämme der Silberbuchen, leicht und fast silbrig zwischen dunkleren Beständen. Furka warf immer wieder Blicke hinüber, halb in der Hoffnung, dort einen Waldelfen zu entdecken.
Am Abend suchte Tondar eine kleine Lichtung westlich der Straße, tief genug im Dickicht, um nicht gesehen zu werden. Sie sprachen wenig und hielten das Feuer niedrig.
Auch am folgenden Tag blieb das Wetter drückend. Die Straße schlängelte sich weiter nach Südosten, der Wald schwieg um sie herum, als halte auch er den Atem an. Sie lagerten erneut im Schutz der Bäume; weder Tondar noch Archon entfernten sich noch außer Sichtweite.
Am nächsten Tag, gegen Mittag, hob Tondar erneut die Hand.
Er verschwand am Waldrand entlang hinter einer Wegbiegung, während die anderen unter die Bäume auswichen. Es dauerte länger diesmal. Als er zurückkehrte, war seine Stimme leise.
„Orks. Ein Lager zwischen den Bäumen westlich der Straße. Sie beobachten die Straße. Aber wir können die Biegung östlich abschneiden.“
Keldi nickte sofort. Hurdin hatte bereits wieder den Schaft seiner Axt umfasst.
Sie querten vorsichtig die Straße und drangen ins Unterholz ein. Der Wald war dicht, der Boden uneben. Althea stolperte mehr als einmal über Wurzeln und Steine, bemüht, keinen Laut zu machen, doch ein leiser Fluch entkam ihr dennoch zwischen zusammengebissenen Zähnen. Vor ihnen führte Tondar den Weg, langsam, suchend.
Dann lichtete sich der Wald.
Und unmittelbar vor ihnen standen Orks.
Etwa ein Dutzend, schwer bewaffnet, zwischen Bäumen und Straße, kaum mehr als wenige Schritte entfernt.
Für einen Augenblick erstarrten beide Gruppen zugleich.
Altheas Augen weiteten sich.
Hinter Hillhaus rückte das Vorgebirge der Salamandersteine dicht an die Straße heran. Links stiegen zwischen den Bäumen bereits die ersten Hänge empor, dunkles Grün unter einem bedeckten Himmel, der den ganzen Tag über schwer über dem Land hing. Gegen Mittag hatte sich eine schwüle Hitze entwickelt, die selbst den Zwergen den Atem nahm. Althea blickte zu den bewaldeten Höhen hinauf und dachte für einen Moment, dass die Welt enger wurde. Nicht, dass es die Zwerge gestört hätte. Sie marschierten wie immer unbeirrt weiter, Schritt für Schritt, Tondar voran, Keldi dicht hinter ihm.
Noch vor der Mittagsrast hob Tondar plötzlich die Hand und deutete nach links. Neben der Straße war der Boden aufgewühlt; eine Spur führte ins Gebüsch. Hurdin nahm wortlos die Axt von der Schulter und behielt den Weg im Blick, während Tondar sich mit Keldi an seiner Seite dem Waldsaum näherte. Beide verschwanden lautlos im Unterholz. Furka, Althea und Archon blieben am Straßenrand zurück, unschlüssig, bis Keldi wenig später wieder auftauchte und sie heranwinkte.
Ein paar Schritte im Wald lag ein toter Mann zwischen Farnen und Wurzeln. Mittleren Alters, robuste Kleidung, unter dem Körper ein Schmiedehammer — ein Handwerker, vielleicht auf dem Weg nach Süden oder Norden, nun namenlos zwischen den Bäumen liegen geblieben. Der Rucksack fehlte, der Geldbeutel war sauber abgeschnitten worden.
Sie standen einen Moment schweigend um ihn herum, bis Hurdin sein Gepäck absetzte. Ohne ein Wort zog er die Hacke hervor, reichte Furka im Vorübergehen die Schaufel und begann zwischen den Bäumen einen Platz freizulegen, Steine aus dem Boden zu brechen und Erde zu lockern. Gemeinsam bestatteten sie den Fremden. Während Hurdin und Furka den Hügel schlossen, flochten Althea und Archon aus Ästen ein Boronsrad, das sie oben auf die frische Erde legten.
„Das waren Orksäbel“, murmelte Keldi, als sie zurück zur Straße gingen.
Tondar nickte nur und hielt von da an die Armbrust schussbereit in der Hand. Seitdem schienen selbst die Wälder dunkler geworden zu sein.
Das Flüsschen, das sie zuvor östlich begleitet hatte, war längst außer Sicht geraten. Es entsprang irgendwo weiter voraus in den Fußhügeln der Salamandersteine und floss, wie Tondar aus den Gesprächen in Hillhaus wusste, durch ein kleines Tal jenseits des Silberbuchenwalds. Seit geraumer Zeit standen links der Straße die helleren Stämme der Silberbuchen, leicht und fast silbrig zwischen dunkleren Beständen. Furka warf immer wieder Blicke hinüber, halb in der Hoffnung, dort einen Waldelfen zu entdecken.
Am Abend suchte Tondar eine kleine Lichtung westlich der Straße, tief genug im Dickicht, um nicht gesehen zu werden. Sie sprachen wenig und hielten das Feuer niedrig.
Auch am folgenden Tag blieb das Wetter drückend. Die Straße schlängelte sich weiter nach Südosten, der Wald schwieg um sie herum, als halte auch er den Atem an. Sie lagerten erneut im Schutz der Bäume; weder Tondar noch Archon entfernten sich noch außer Sichtweite.
Am nächsten Tag, gegen Mittag, hob Tondar erneut die Hand.
Er verschwand am Waldrand entlang hinter einer Wegbiegung, während die anderen unter die Bäume auswichen. Es dauerte länger diesmal. Als er zurückkehrte, war seine Stimme leise.
„Orks. Ein Lager zwischen den Bäumen westlich der Straße. Sie beobachten die Straße. Aber wir können die Biegung östlich abschneiden.“
Keldi nickte sofort. Hurdin hatte bereits wieder den Schaft seiner Axt umfasst.
Sie querten vorsichtig die Straße und drangen ins Unterholz ein. Der Wald war dicht, der Boden uneben. Althea stolperte mehr als einmal über Wurzeln und Steine, bemüht, keinen Laut zu machen, doch ein leiser Fluch entkam ihr dennoch zwischen zusammengebissenen Zähnen. Vor ihnen führte Tondar den Weg, langsam, suchend.
Dann lichtete sich der Wald.
Und unmittelbar vor ihnen standen Orks.
Etwa ein Dutzend, schwer bewaffnet, zwischen Bäumen und Straße, kaum mehr als wenige Schritte entfernt.
Für einen Augenblick erstarrten beide Gruppen zugleich.
Altheas Augen weiteten sich.



![[Bild: Althea-am-Fuss-der-Salamandersteine.png]](https://i.postimg.cc/7G4PZw8C/Althea-am-Fuss-der-Salamandersteine.png)