Vor 2 Stunden
Zwerge am Svellt #3
Der Morgen des nächsten Tages begann langsam.
Als das erste Licht über den Wall von Kvirasim fiel, lag noch Feuchtigkeit auf den Bohlen des Innenhofs der Einkehr, und durch das kleine Fenster ihres Zimmers sah Althea, wie sich zwischen den schrägen Dächern bereits dünne Rauchfäden hoben. Irgendwo schlug eine Tür, ein Wagen rumpelte über festgetretene Erde, und von fern mischte sich Vogelruf mit dem ersten Rufen eines Händlers, der offenbar schon vor Sonnenaufgang begonnen hatte, seine Ware auszulegen.
Im Schankraum roch es noch nach Holz, Bier und dem Rest des Vorabends.
Die Wirtin stand bereits hinter dem Tresen, kräftig gebaut, wach, mit jener nüchternen Selbstverständlichkeit, die Menschen haben, deren Tag beginnt, bevor andere überhaupt die Augen öffnen. Während draußen der Ort langsam in Bewegung kam, saßen die sechs noch verstreut an einem der schweren Holztische.
Keldi hatte bereits gegessen und sprach mit der Wirtin über Zimmer für weitere Tage, knapp, sachlich, ohne überflüssige Worte. Er fragte nicht, ob sie blieben — er regelte bereits, dass es so war.
Furka saß daneben, noch halb in Müdigkeit, den Becher in beiden Händen, und blickte missmutig auf ein Stück Brot, als habe es ihn persönlich beleidigt. Hurdin aß schweigend und mit der Ruhe eines Mannes, der nie darüber nachdenken musste, ob ein Tag gut oder schlecht begann, solange er begonnen hatte. Tondar war schon mehrfach zur Tür hinaus und wieder hinein gegangen, nur um zu sehen, wie das Licht sich auf dem Platz veränderte. Archon schließlich saß wie am Vorabend leicht abseits, ein kleiner Zettel neben dem Becher, auf dem bereits erste Notizen standen.
Althea hörte nur halb dem Gespräch zu. Sie betrachtete den Raum, die Balken, die schlichten Krüge, die groben Vorhänge vor den Fenstern, und spürte, wie sich zum ersten Mal seit ihrer Ankunft ein Gefühl einstellte, das fast Ruhe war.
Zimmer für zwei weitere Tage.
Das klang unscheinbar, aber es bedeutete, dass man vorerst nicht weiter musste.
Als sie wenig später hinaus auf den Markt traten, lag Kvirasim bereits in vollem Tageslicht.
Der große Platz innerhalb des Walles war nun belebt. Händlerstimmen liefen ineinander, Kinder huschten zwischen Körben und Fässern hindurch, irgendwo wurde Holz gespalten, und über allem stand das helle Grün der Bäume, deren Kronen Teile der angrenzenden Festwiese überschatteten. Dort, unter freierem Licht, hatten reisende Händler ihre Stände aufgebaut — Elfen, Nivesen, Norbarden, mit Stoffen, Werkzeugen, Leder, Kräutern und Dingen, deren Zweck man nicht sofort erkannte.
Die Gruppe löste sich beinahe selbstverständlich.
Althea ging mit Keldi hinunter zum Fluss, wo der feste Kräuterstand lag, von dem sie schon am Vortag gehört hatte.
Der Händler dort war ein schmaler älterer Mann, dessen Hände mehr über Ware verrieten als seine Worte. Auf seinem Tisch lagen Bündel aus getrocknetem Blattwerk, Wurzeln, kleine Säckchen mit Samen, Fläschchen mit Ölen, Harzen und gepressten Pulvern.
Als Althea die sorgfältig verpackten Lotosblüten auslegte, die ihren Weg aus Prem bis hierher gefunden hatten, veränderte sich sein Blick sofort.
Er nahm sich Zeit.
Jede Blüte wurde geprüft, vorsichtig gegen das Licht gehalten, an den Rändern betrachtet, an einer sogar kurz gerochen.
Keldi stand daneben, die Arme verschränkt, still wie ein Teil des Pfostens, an den er sich gelehnt hatte.
Als der Händler schließlich den Preis nannte, hob selbst Keldi die Brauen kaum merklich.
Über tausend Dukaten.
Für einen Moment wirkte es selbst auf Althea unwirklich, als das Gewicht der Münzen schließlich in den Lederbeutel wanderte. Kein Fund, kein Schatz, sondern Ertrag aus Weitsicht, Geduld und dem langen Weg der vergangenen Monate.
„Dafür“, sagte Keldi trocken, als sie den Stand verließen, „trägt man plötzlich anders.“
Althea lächelte nur.
Zurück auf dem Markt fanden sie die anderen zwischen Werkzeug, Waffen und allerlei lautstarkem Handeln.
Tondar stand vor einem Waffenhändler und hielt bereits mit beiden Händen eine schwere mechanische Armbrust, deren Spannwerk deutlich kunstvoller gearbeitet war als alles, was sie im Norden gesehen hatten. Das Metall war dunkel, sauber vernietet, die Mechanik robust, aber präzise.
Er sagte wenig, doch sein Blick verriet, dass die Entscheidung längst gefallen war.
„So etwas gab es in Thorwal nicht“, stellte Furka fest, als müsse allein das schon Grund genug sein, sie zu kaufen.
Tondar nickte knapp.
Nebenan betrachtete Furka einen Schlüsselbund, den er schließlich ebenso selbstverständlich erwarb wie ein neues kleines Buch auf das Archon deutete.
Dann zog es Althea und Tondar weiter hinüber zur Festwiese.
Unter den Bäumen lagen die Stände der Reisenden im gefilterten Licht des Mittags. Stoffe bewegten sich leicht im Wind, Leder roch nach Rauch, irgendwo sprach jemand in einer Sprache, deren Klang selbst Furka nicht mehr kommentierte.
An einem elfischen Stand hingen Mäntel aus Bausch — leicht, weich, in einem Grün, das weder grell noch dunkel war, sondern fast mit dem Blattwerk verschmolz.
Althea strich mit den Fingern über das Material.
Es fühlte sich anders an als thorwaler Filz: leichter, fast fließend, aber dennoch warm.
Am Ende nahmen sie sechs.
Für jeden einen.
Als würden sie nicht nur Kleidung kaufen, sondern eine weitere Schicht ihrer gemeinsamen Erscheinung.
Wenig später blieb Althea an einem nivesischen Stand stehen.
Das Messer lag beinahe unscheinbar zwischen Fellarbeiten und kleinen Werkzeugen: schmal, mit glattem Holzgriff, feinen Knochenintarsien, die Klinge leicht geschwungen, von jener stillen Eleganz, die nicht um Aufmerksamkeit bittet.
Sie hob es auf, prüfte das Gewicht, drehte es im Licht.
Es war kein großes Messer.
Aber es lag in der Hand, als hätte es gewartet.
Tondar entschied sich daneben für ein norbardisches Arbeitsmesser, deutlich schwerer, breiter, beinahe brutal funktional — ein Werkzeug, das ebenso gut Holz spalten wie im Notfall Knochen trennen konnte.
Als sie später wieder zusammenstanden, war der Tag bereits weiter.
Proviant wurde ergänzt: vierundzwanzig Pakete, Wasserschläuche für alle, Ersatzstiefel, Ersatzwaffen, eine neue Orknase.
Archon blieb für einen Moment an einem Süßwarenstand stehen.
Er sagte nichts, griff aber mit einer fast ungewohnt schnellen Bewegung nach zwei Lakritzstangen, betrachtete sie kurz und steckte sie ein, während in seinen Augen ein stilles Leuchten aufblitzte, das Furka sofort bemerkte.
„Na sieh an“, grinste dieser, „auch Gelehrte haben Schwächen.“
Archon antwortete nicht, aber sein Mundwinkel bewegte sich.
Als der Abend kam, trugen die Bäume auf dem Platz bereits lange Schatten.
In der Liebliche Au war es voller als am Vorabend. Stimmen, Kerzenlicht, Teller, Bier, das Klirren von Besteck auf Holz.
Diesmal sprach niemand von Aufträgen.
Man aß.
Man trank.
Und irgendwann legte Althea die aranische Laute aus Rosenholz auf den Schoß.
Sie stimmte lange, ruhig, fast zärtlich.
Dann begann eine leichte Weise aus dem Land der ersten Sonne — hell, warm, von weiterem Licht als jenem des Nordens.
Das Gespräch im Raum wurde leiser, ohne ganz zu verstummen.
Selbst Furka schwieg.
Die Töne standen im Raum wie etwas, das nicht zu Kvirasim gehörte und gerade deshalb gut hineinpasste.
Am Ende blieb noch eine Karaffe Wein.
Später, zurück in der Einkehr, war es bereits tief in der Nacht.
Die meisten waren müde.
Doch im Gastzimmer saßen noch Althea und Archon an einem Tisch, zwischen kleinen Fläschchen, Papier, Kräutern und Notizen.
Archon erklärte ruhig Verhältnisse von Zutaten, Ziehzeiten, Temperaturen.
Althea schrieb.
Manchmal unterbrach sie ihn, erinnerte sich an Grundbegriffe aus ihrer Zeit in Kunchom, lachte leise über Dinge, die ihr einst selbstverständlich erschienen waren und nun fern wirkten.
Zwischen ihnen entstand Seite um Seite ein erstes Rezeptbuch.
Im Hintergrund zog Hurdin währenddessen einem protestierenden Furka einen der neuen elfischen Bauschumhänge zurecht.
„Elfenzeugs!“, schimpfte Furka.
„Bleibt trotzdem dran“, sagte Hurdin.
Furka knurrte weiter, gab aber nach.
Erst spät wurde es still.
Und als schließlich das Licht gelöscht wurde, lag über dem zweiten Abend in Kvirasim nicht mehr Fremdheit, sondern zum ersten Mal etwas, das bereits nach Alltag klang.
Der Morgen des nächsten Tages begann langsam.
Als das erste Licht über den Wall von Kvirasim fiel, lag noch Feuchtigkeit auf den Bohlen des Innenhofs der Einkehr, und durch das kleine Fenster ihres Zimmers sah Althea, wie sich zwischen den schrägen Dächern bereits dünne Rauchfäden hoben. Irgendwo schlug eine Tür, ein Wagen rumpelte über festgetretene Erde, und von fern mischte sich Vogelruf mit dem ersten Rufen eines Händlers, der offenbar schon vor Sonnenaufgang begonnen hatte, seine Ware auszulegen.
Im Schankraum roch es noch nach Holz, Bier und dem Rest des Vorabends.
Die Wirtin stand bereits hinter dem Tresen, kräftig gebaut, wach, mit jener nüchternen Selbstverständlichkeit, die Menschen haben, deren Tag beginnt, bevor andere überhaupt die Augen öffnen. Während draußen der Ort langsam in Bewegung kam, saßen die sechs noch verstreut an einem der schweren Holztische.
Keldi hatte bereits gegessen und sprach mit der Wirtin über Zimmer für weitere Tage, knapp, sachlich, ohne überflüssige Worte. Er fragte nicht, ob sie blieben — er regelte bereits, dass es so war.
Furka saß daneben, noch halb in Müdigkeit, den Becher in beiden Händen, und blickte missmutig auf ein Stück Brot, als habe es ihn persönlich beleidigt. Hurdin aß schweigend und mit der Ruhe eines Mannes, der nie darüber nachdenken musste, ob ein Tag gut oder schlecht begann, solange er begonnen hatte. Tondar war schon mehrfach zur Tür hinaus und wieder hinein gegangen, nur um zu sehen, wie das Licht sich auf dem Platz veränderte. Archon schließlich saß wie am Vorabend leicht abseits, ein kleiner Zettel neben dem Becher, auf dem bereits erste Notizen standen.
Althea hörte nur halb dem Gespräch zu. Sie betrachtete den Raum, die Balken, die schlichten Krüge, die groben Vorhänge vor den Fenstern, und spürte, wie sich zum ersten Mal seit ihrer Ankunft ein Gefühl einstellte, das fast Ruhe war.
Zimmer für zwei weitere Tage.
Das klang unscheinbar, aber es bedeutete, dass man vorerst nicht weiter musste.
Als sie wenig später hinaus auf den Markt traten, lag Kvirasim bereits in vollem Tageslicht.
Der große Platz innerhalb des Walles war nun belebt. Händlerstimmen liefen ineinander, Kinder huschten zwischen Körben und Fässern hindurch, irgendwo wurde Holz gespalten, und über allem stand das helle Grün der Bäume, deren Kronen Teile der angrenzenden Festwiese überschatteten. Dort, unter freierem Licht, hatten reisende Händler ihre Stände aufgebaut — Elfen, Nivesen, Norbarden, mit Stoffen, Werkzeugen, Leder, Kräutern und Dingen, deren Zweck man nicht sofort erkannte.
Die Gruppe löste sich beinahe selbstverständlich.
Althea ging mit Keldi hinunter zum Fluss, wo der feste Kräuterstand lag, von dem sie schon am Vortag gehört hatte.
Der Händler dort war ein schmaler älterer Mann, dessen Hände mehr über Ware verrieten als seine Worte. Auf seinem Tisch lagen Bündel aus getrocknetem Blattwerk, Wurzeln, kleine Säckchen mit Samen, Fläschchen mit Ölen, Harzen und gepressten Pulvern.
Als Althea die sorgfältig verpackten Lotosblüten auslegte, die ihren Weg aus Prem bis hierher gefunden hatten, veränderte sich sein Blick sofort.
Er nahm sich Zeit.
Jede Blüte wurde geprüft, vorsichtig gegen das Licht gehalten, an den Rändern betrachtet, an einer sogar kurz gerochen.
Keldi stand daneben, die Arme verschränkt, still wie ein Teil des Pfostens, an den er sich gelehnt hatte.
Als der Händler schließlich den Preis nannte, hob selbst Keldi die Brauen kaum merklich.
Über tausend Dukaten.
Für einen Moment wirkte es selbst auf Althea unwirklich, als das Gewicht der Münzen schließlich in den Lederbeutel wanderte. Kein Fund, kein Schatz, sondern Ertrag aus Weitsicht, Geduld und dem langen Weg der vergangenen Monate.
„Dafür“, sagte Keldi trocken, als sie den Stand verließen, „trägt man plötzlich anders.“
Althea lächelte nur.
Zurück auf dem Markt fanden sie die anderen zwischen Werkzeug, Waffen und allerlei lautstarkem Handeln.
Tondar stand vor einem Waffenhändler und hielt bereits mit beiden Händen eine schwere mechanische Armbrust, deren Spannwerk deutlich kunstvoller gearbeitet war als alles, was sie im Norden gesehen hatten. Das Metall war dunkel, sauber vernietet, die Mechanik robust, aber präzise.
Er sagte wenig, doch sein Blick verriet, dass die Entscheidung längst gefallen war.
„So etwas gab es in Thorwal nicht“, stellte Furka fest, als müsse allein das schon Grund genug sein, sie zu kaufen.
Tondar nickte knapp.
Nebenan betrachtete Furka einen Schlüsselbund, den er schließlich ebenso selbstverständlich erwarb wie ein neues kleines Buch auf das Archon deutete.
Dann zog es Althea und Tondar weiter hinüber zur Festwiese.
Unter den Bäumen lagen die Stände der Reisenden im gefilterten Licht des Mittags. Stoffe bewegten sich leicht im Wind, Leder roch nach Rauch, irgendwo sprach jemand in einer Sprache, deren Klang selbst Furka nicht mehr kommentierte.
An einem elfischen Stand hingen Mäntel aus Bausch — leicht, weich, in einem Grün, das weder grell noch dunkel war, sondern fast mit dem Blattwerk verschmolz.
Althea strich mit den Fingern über das Material.
Es fühlte sich anders an als thorwaler Filz: leichter, fast fließend, aber dennoch warm.
Am Ende nahmen sie sechs.
Für jeden einen.
Als würden sie nicht nur Kleidung kaufen, sondern eine weitere Schicht ihrer gemeinsamen Erscheinung.
Wenig später blieb Althea an einem nivesischen Stand stehen.
Das Messer lag beinahe unscheinbar zwischen Fellarbeiten und kleinen Werkzeugen: schmal, mit glattem Holzgriff, feinen Knochenintarsien, die Klinge leicht geschwungen, von jener stillen Eleganz, die nicht um Aufmerksamkeit bittet.
Sie hob es auf, prüfte das Gewicht, drehte es im Licht.
Es war kein großes Messer.
Aber es lag in der Hand, als hätte es gewartet.
Tondar entschied sich daneben für ein norbardisches Arbeitsmesser, deutlich schwerer, breiter, beinahe brutal funktional — ein Werkzeug, das ebenso gut Holz spalten wie im Notfall Knochen trennen konnte.
Als sie später wieder zusammenstanden, war der Tag bereits weiter.
Proviant wurde ergänzt: vierundzwanzig Pakete, Wasserschläuche für alle, Ersatzstiefel, Ersatzwaffen, eine neue Orknase.
Archon blieb für einen Moment an einem Süßwarenstand stehen.
Er sagte nichts, griff aber mit einer fast ungewohnt schnellen Bewegung nach zwei Lakritzstangen, betrachtete sie kurz und steckte sie ein, während in seinen Augen ein stilles Leuchten aufblitzte, das Furka sofort bemerkte.
„Na sieh an“, grinste dieser, „auch Gelehrte haben Schwächen.“
Archon antwortete nicht, aber sein Mundwinkel bewegte sich.
Als der Abend kam, trugen die Bäume auf dem Platz bereits lange Schatten.
In der Liebliche Au war es voller als am Vorabend. Stimmen, Kerzenlicht, Teller, Bier, das Klirren von Besteck auf Holz.
Diesmal sprach niemand von Aufträgen.
Man aß.
Man trank.
Und irgendwann legte Althea die aranische Laute aus Rosenholz auf den Schoß.
Sie stimmte lange, ruhig, fast zärtlich.
Dann begann eine leichte Weise aus dem Land der ersten Sonne — hell, warm, von weiterem Licht als jenem des Nordens.
Das Gespräch im Raum wurde leiser, ohne ganz zu verstummen.
Selbst Furka schwieg.
Die Töne standen im Raum wie etwas, das nicht zu Kvirasim gehörte und gerade deshalb gut hineinpasste.
Am Ende blieb noch eine Karaffe Wein.
Später, zurück in der Einkehr, war es bereits tief in der Nacht.
Die meisten waren müde.
Doch im Gastzimmer saßen noch Althea und Archon an einem Tisch, zwischen kleinen Fläschchen, Papier, Kräutern und Notizen.
Archon erklärte ruhig Verhältnisse von Zutaten, Ziehzeiten, Temperaturen.
Althea schrieb.
Manchmal unterbrach sie ihn, erinnerte sich an Grundbegriffe aus ihrer Zeit in Kunchom, lachte leise über Dinge, die ihr einst selbstverständlich erschienen waren und nun fern wirkten.
Zwischen ihnen entstand Seite um Seite ein erstes Rezeptbuch.
Im Hintergrund zog Hurdin währenddessen einem protestierenden Furka einen der neuen elfischen Bauschumhänge zurecht.
„Elfenzeugs!“, schimpfte Furka.
„Bleibt trotzdem dran“, sagte Hurdin.
Furka knurrte weiter, gab aber nach.
Erst spät wurde es still.
Und als schließlich das Licht gelöscht wurde, lag über dem zweiten Abend in Kvirasim nicht mehr Fremdheit, sondern zum ersten Mal etwas, das bereits nach Alltag klang.

