23.02.2026, 18:16
(23.02.2026, 02:59)Hamartia schrieb: Die spezielle Kampfansicht von der NLT fehlt, es ist aber rundenbasiert.O. K., Eye of the Beholder war ja auch rundenbasiert, wenn man so will, weil die Handlungen (z. B. Angriff) nur in einer bestimmten Frequenz ausgeführt werden konnten. Aber es sind für Helden und Gegner gleichzeitig ablaufende Runden, was zwar realistischer ist, vom Spielgefühl her aber näher an (hektischer) Echtzeit als an taktischem Rundenkampf liegt. Ein Mittelding wurde - gar nicht so schlecht - in (zumindest einigen Teilen von) Might & Magic (ich kenne VI und VII) umgesetzt. Dort kann man in der First-Person-Perspektive in einen Kampfmodus schalten und dann wirklich rundenweise kämpfen. Nicht mit festgelegten Feldern, aber mit fünf Schritten je Runde und einer begrenzten Zahl von Aktionen (Angreifen, Zaubern), während derer die Gegner nicht agieren und umgekehrt.
Wie ist es denn in "The Darkness Below" umgesetzt?
(23.02.2026, 12:30)siebenstreich schrieb: Um "sehr nahe" an die Nordlandtrilogie dranzukommen, müssten die folgenden Spezialitäten (teilweise fast schon Alleinstellungsmerkmale) der NLT dort auch vorhanden sein:Ob alle zwingend vorhanden sein müssten, weiß ich nicht. Schatten über Riva hatte ja (leider, leider) auch keinen Reisemodus mehr. Aber zumindest die meisten dieser Punkte sollten sich in einem Spiel, das sehr nahe an der NLT sein will, wiederfinden.
- Eine frei bereisbare Welt mit Reisemodus.
- Die Möglichkeit, die Gruppe in Teilgruppen aufzuteilen und diese unabhängig voneinander reisen zu lassen.
- Rundenbasierter, schachbrettartiger Kampfmodus.
- Eine gewisse erzählerische Tiefe, eingebettet in einen größeren Handlungszusammenhang.
Also nicht so wie beispielsweise bei den Xeen-Spielen, wo diese ganzen Quests eher flach und eigentlich beliebig austauschbar waren.
Und ich würde noch einen Aspekt hinzufügen, den ich für wichtig halte: das Textboxsystem, über das ein Erzähler ins Spiel kommt. Bei Eye of the Beholder ist da, was man sieht. Und durch direkte Interaktion mit der Umwelt (z. B. Klick auf einen Hebel) führt man Aktionen aus. In der NLT wird das, was man sieht, ergänzt durch das, was per Textboxen mitgeteilt wird. Die Umwelt verändert man über Entscheidungsoptionen, die man textlich erklärt bekommt (z. B. das berühmte: "Wollt ihr den Hebel umlegen."). Dadurch erhält man viel mehr den Eindruck, in einer interaktiven Geschichte zu stecken. Es hat fast einen gewissen Adventure-Anteil.
Was den Hintergrund angeht, wäre ich, wenn sich "The Darkness Below" an D&D orientiert, auch ein wenig im Zweifel, ob es ein ausgeprägtes Talentsystem gibt. Die meisten D&D-Spiele sind eher sehr kampflastig.
"Haut die Säbel auffe Schnäbel."

