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Kampfzauber vs. NichtKampfzauber
#21
Ich hatte immer viel Spass mit "falsch" angewendeten Zaubern.

Ein Klassiker war immer der 1W Ignifax mittels Applicatus (3. Edition hieß der noch so) auf Brandkugeln und Fässer gewirkt: Siehe da ein magischer Aufschlagszünder! Mit etwas erschwerter Probe sogar ein Fernzünder!

Auch sehr schön: Den mit Paralü belegten Krieger per Katapult verschießen :lol: Nicht nur hat man ein ca 100 Kg Geschoss, das fast unkaputtbar ist, nach dem Treffer steht es auch noch auf und greift an!
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#22
Oh ja, mit in Gegenständen eingespeicherten Zaubern kann man viel Spaß haben :lol:

Das beste Beispiel war wohl ein Andergaster Kampfmagier, der es sich zur Gewohnheit machte, seine AsP in Form eines hohen Ignisfaxius in seinen Stab zu speichern. Im Kampf konnte er dann -so die Theorie- dem Gegner eins überbraten und damit einen Flammenschlag verursachen. So ist der Zauber gleich doppelt überraschend (ob der Gegner den Stab pariert spielt dabei keine Rolle).
Praktisch hat das irgendwie nicht so häufig geklappt und viele unnötige AsP verbraucht ^^

Der gleiche (offenbar vom Verfolgungswahn gepackte) Magus hat übrigens auch vor der Übernachtung in einem Wirtshaus seine Zimmertüre mit irgendeinem Naturzauber (Haselbusch? Wand aus Dornen?) mit der Wand verschmelzen lassen um nächtlichen Meuchlerangriffen zu entgehen.
Der Streuner sah sich das eine Weile lang an und fragte dann, warum er nicht einfach einen Keil unter die Türe geschlagen habe - und, was er gegen das Fenster zu unternehmen gedenke.

Schön war auch die Szene, in der unser angehender Schwarzmagier Einlass in ein tabu der Waldmenschen bekommen wollte - diese warnten ihn, die Geister würden jeden Krieger töten und ließen ihn nicht gehen. Kurzerhand schnappte er sich das metallene Messer eines Kameraden und formte es mittels Hartes schmelze zu einer Kugel. Die Moha waren beeindruckt, bis der Schamane, der den Zauber durchschaut hatte, den Magus bat, das an seiner (magischen) Keule zu wiederholen.


An einer Stelle sind wir aber noch immer nicht sicher, ob das nun den Regeln entsprach oder nicht (ich war Meister und habe es wegen der Kreativität 'mal durchgehen lassen).

Die Gruppe befand sich mitten im Dschungel und einer der Helden war auf einen von Orazal (eine Schlingpflanze, die ganz oben sehr klebrig wird) überwucherten Baum geklettert. In etwa 20 Meter Höhe klebte er dann vollends fest, sodass er sich nicht mehr lösen konnte.
Glücklicherweise gab es gleich zwei Magi in der Gruppe (Schwarzmagier & Thoraler Hellseher), die zusammen eine tollkühne Rettungsaktion planten: Zuerst sollte der Hellseher eine Zone der Schwerelosigkeit unterhalb des Klebenden erschaffen. Durch diese wollte der Schwarzmagier dann nach oben schweben, um seinen Kameraden zu retten. Er setzte sich also in der Baumkrone auf einen Ast und machte den Ast, an dem sein Freund hing, mittels Hartes schmelze weich wie Wachs. Der dicke Ast konnte so leicht durchtrennt werden und die beiden schwammen mehr oder weniger elegant durch die Zone der Schwerelosigkeit nach unten, wo es einiger arbeit mit einem messer bedurfte, um den Orazal-Kleber loszuwerden.

Die grundsätzliche Frage dahinter ist folgende:
Was kann dieser Zauber wirklich? Wie genau darf der Magus festlegen, welcher Teil des gegenstandes weich wird?
Solange es keine genaueren Beschränkungen gibt wäre es beispielsweise möglich, einen lebenden Baum in wenigen Sekunden zu fällen, indem man einen Teil des Stammes erweicht. Der Spieler des Magiers hatte sogar die idee, man könne einen "Schnitt" durch eine festungsmauer ziehen. Dafür wollte er eine 1mm dicke und schräge Schicht des Walls so erweichen, dass der obere Teil der Mauer darauf -wie auf weichem Wachs- herab gleitet.
Die letzte Anwendung ist sicher wegen anderer physikalischer Überlegungen nicht möglich (die weiche Steinschicht würde mMn vom Druck der darauf lastenden Mauer herausgedrückt, ohne das die Mauer einstürzen müsste), das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Überlegung. Wenn man den Zauber auf diese Art einsetzen kann (also eine sehr dünne Schicht eines Gegenstandes erweichen), dann ist es immerhin möglich, sehr genaue und vollkommen glatte Schnitte in harte Materialien zu setzen.
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#23
Es hätte allein schon deswegen nicht funktioniert, weil der Ast nicht unbelebt war...
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#24
Ah, immer diese DSA-Unterschidungen zwischen lebendig, tot, untot, intelligent, hochintelligent etc.


...dann geh von einem unbelebtem Ast aus. Das ändert nämlich nur das Fallbeispiel, nicht jedoch die eigentliche problematik hinter der Frage. Außerdem: hieß es nicht, dass Borbaridianer diesen Spruch auch anwenden, um aus versteinerten Feinden Skulpturen herzustellen? Ich dachte, ein versteinertes Wesen zählt noch als lebendig (wenn auch temporär sehr steif). Wäre es also möglich, die Knochen eines Untoten mit diesem Zauber zu verformen?

(Ich weiß, dass es in der Beschreibung einen Teil zu "ehemals lebendigen Substanzen", also Holz und Knochen, gab, habe das Buch aber gerade nicht hier.)

Wie siehst du denn den Teil mit dem Steineschneiden?
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#25
3. oder 4. Edition?
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#26
(15.12.2009, 14:20)Fury schrieb: Es hätte allein schon deswegen nicht funktioniert, weil der Ast nicht unbelebt war...

1. Korrekt!

2. Ist das nicht ein Borbarad-Spruch? :think: - VERBRENNT IHN! KETZER!! RUFT DIE HEILIGE INQUISITION!!!

Ähhhhm... tschuldigung... da sind sie wohl mit mir durchgegangen...

Mit dem Paralü lassen sich auch wunderbar schwerste Großbrände, kilometertiefe Abstürze u.ä. überleben - vorausgesetzt die Wirkung hält lange genug an.
Und Tod grinste, genau genommen blieb ihm aber auch gar nichts anderes übrig...
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#27
Und man schafft seine eigene MR...
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#28
...und vorausgesetzt, man beherrscht den Zauber überhaupt^^
Der Magier hat sich ziemlich der Dämonenbeschwörung ergeben, wollte das aber vor seiner Gruppe (war erst das zweite gemeinsame Abenteuer) nicht zeigen. Da er wohl gehofft hatte, keine AP für die sonst so nützlichen Zauber ausgeben zu müssen, wenn er große Blutbade anrichten kann, waren seine Nebenzauber nicht sehr weit ausgebaut.
Effektiv eingesetzt hat er seine Dämonen bis heute nicht, was auch daran liegen mag, dass der Magier mit dem Nachteil "Gesucht II" bis auf weiteres hinter die sicheren mauern der Brabaker Akademie geflohen ist.

Nein, es geht mir direkt um den Hartes schmelze - das es andere (bessere) Möglichkeiten gegeben hätte, den armen Kerl zu befreien ist schon klar. Wir spielen die vierte Edition.
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#29
(15.12.2009, 15:13)Shintaro schrieb: (Ich weiß, dass es in der Beschreibung einen Teil zu "ehemals lebendigen Substanzen", also Holz und Knochen, gab, habe das Buch aber gerade nicht hier.)

Wie siehst du denn den Teil mit dem Steineschneiden?

Zitat aus dem Liber Cantiones S. 104:
...Der Zauber wirkt nicht gegen lebende Materie (z.B. die Knochen eines lebenden Wesens) oder magische Objekte jeglicher Art; ansonsten sind ihrem Einsatz jedoch keine Grenzen gesetzt. 100 Kubikzentimeter sind übrigens eine ganze Menge, wenn man weiß, an welcher Stelle man einen bestimmten Gegenstand erweichen will...
Zitat ende.

Meiner Intepretation nach bedeutet das, daß man sehr wohl Gegenstände aus Holz sowie blanke Knochen erweichen kann, nicht jedoch Untote, da die ja magisch sind.
Das Problem mit dem steineschneiden sollte mit dem Ausschnitt auch geklärt sein.

-Ich gehe mal davon aus, daß Du die gildenmagische Variante beherrschst... auch wenn auf das angesprochene Problem keinen Einfluß hat. Ansonsten: "VERBRENNT SIE!!" :D
Und Tod grinste, genau genommen blieb ihm aber auch gar nichts anderes übrig...
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#30
(15.12.2009, 20:46)Der Maus schrieb: "VERBRENNT SIE!!" :D
Shintaro ist männlich! :silly:
Aber dem Trugschluss, dass er weiblich sei, bin ich auch schon aufgesessen... ;)
Ist Unmögliches denkbar? Und wenn ja, warum Pfefferminztee?
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#31
Mein Avatar braucht einen Schnurrbart :D

Naja, danke jedenfalls für die Hilfe!
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#32
Ups... Sorry. :shy:
Aber dann hatte ich es hier:

(15.12.2009, 15:20)Der Maus schrieb: 2. Ist das nicht ein Borbarad-Spruch? :think: - VERBRENNT IHN! KETZER!! RUFT DIE HEILIGE INQUISITION!!!

intuitiv richtig falsch gemacht...

Versuch ´s mir zu merken... Bin ja aber auch nur ein Mann :think:
Und Tod grinste, genau genommen blieb ihm aber auch gar nichts anderes übrig...
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#33
Nach deiner Signatur kennst du dich hauptsäclich mit der 3. Edition aus, oder?

Denn es ist so, dass erst gegen Ende der 3. Edition (im Zuge der Borbaradkampagne) fast alle Borbaradianersprüche "entborbaradianisiert" wurden. Seitdem gibt es sie auch als reine Magiersprüche. ;)
Ist Unmögliches denkbar? Und wenn ja, warum Pfefferminztee?
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#34
(15.12.2009, 20:46)Der Maus schrieb: -Ich gehe mal davon aus, daß Du die gildenmagische Variante beherrschst... auch wenn auf das angesprochene Problem keinen Einfluß hat. Ansonsten: "VERBRENNT SIE!!" :D

(16.12.2009, 09:03)Edvard schrieb: Nach deiner Signatur kennst du dich hauptsäclich mit der 3. Edition aus, oder?

Klares jain! Die 4. Edition ist mir auch geläufig, mag sie aber nicht! Hab jahrelang nur die 3. gespielt, kenne mich demnach damit besser aus. Die Geschichte mit mit der Deborbaradisierung ist mir aber schon mal untergekommen...
Und Tod grinste, genau genommen blieb ihm aber auch gar nichts anderes übrig...
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#35
Ein Magier in meiner Grupper (der Zweite der Gruppe, neben mir) vom Storrebrand-Kolleg hat den Flim Flam zu einem interessanten Kampfzauber gemacht (4. Edition):
Und zwar mit verlängerter Zauberdauer Bonuspunkte rausgeschlagen und dann den Zauber an einem Gegenstand fixiert. Durch seinen hohen Wert und die Punkte durch Zauberdauer war der Flim Flam eigentlich immer Sonnenhell. Und der Gegenstand war die Innenseite des Nasenschutzes am Helm des Gegners... Ein Blitz dich find ist gar nichts dagegen, und bis der Helm erstmal ab ist vergehen auch ein paar Seunden.

Und wenn man eine Mauerbresche gegen einen großen Trupp anstürmender Orks verteidigt ist ein Fortifex, als langes, dünnes Band ca. 20-30cm quer über dem Boden angebracht, eine wunderschöne Stolperfalle. Die Orks sind uns reihenweise vor die Füße gefallen (meine Idee, vom Kollegen ausgeführt. :))
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