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DRM in DSA-Computerspielen
Also ich oute mich dann mal als Steam-Benutzer.

Bis jetzt halten sich meine negativen Erfahrungen sehr in Grenzen, Vorteile hatte ich bis dato viele.

Das Valve mit Steam schon sehr weit geht/gegangen ist darüber muss man sich denke ich nicht unterhalten.

Bis jetzt wurde mir der historische kontext aber ziemlich ausser Acht gelassen.

Ich kann mich erinnern dass ich zu C64 Zeiten kein einziges originales Computerspiel mein eigen nannte. Als Schüler macht man sich da auch keine Gedanken, und das Taschengeld hätte eh nicht für sowas gereicht, da hätte ich fast ein Jahr sparen müssen. Games hatte ich aber viele, weit mehr als 100. Zu den Zeiten des Amiga 500 war das noch schlimmer. Da hat man von Schulkollegen oder von Kumpels oder vom Cousin spiele kopiert bekommen, da hat mein Taschengeld teilweise kaum gereicht um soviele Disketten zu kaufen wie ich hätte bespielen können. Das war die Zeit da habe ich mir 3 Spiele tatsächlich original gekauft, weil ich darauf nicht warten wollte bis die mal zufällig zu mir rüberschwappen, bzw weil ich da bereits ein DSA Fan war und Schick unbedingt haben musste. Der gesamte Rest war damals kopiert. Und ich war beiweitem nicht der einzige. Es stand ja sogar bei den Kleinanzeigen dabei, wenn ein Amiga gebraucht zu verkaufen war, dann meist mit 100+ Disketten mit Spielen.
Und bei einer solchen Zahlungsmoral der Kunden ist es nicht weiter verwunderlich dass sich die Industrie dagegen gewehrt hat. Die Urwüchse die wir heutzutage sehen sind nicht schön, aber die Kunden von Damals haben es auch irgendwo herausgefordert.

Meine Einstellung zu der ganzen Kopiergeschichte hat sich mittlerweile drastisch geändert, denn so wie jeder andere auch will ich für meine geleistete Arbeit bezahlt werden, dann kann ich das den Spieleprogrammierern ja nicht verweigern. Also werden Spiele brav original gekauft. Allerdings bin ich nicht bereit für jedes Produkt was mich interessiert den Vollpreis zu bezahlen, teilweise müssen Anegbote her.

Mittlerweile bin ich sogar dabei einige Comoputerspiele auf Kickstarter zu unterstützen, da ermöglicht man das entstehen eines (hoffentlich) interessanten Spiels und kann als "Ersthelfer" noch dazu einen sehr günstigen Preis bekommen. Natürlich mit sehr hohem Risiko, denn das Produkt muss erstmal entstehen (Kickstarter Erfolg ist keine Garantie dass es das Produkt tatsächlich geben wird) und wie das fertige Ding dann wirklich ausschaut weiss heut noch kein Mensch.

Übrigens, für alle DRM-frei Freunde, bei vielen Kickstarterprojekten bekommen Sponsoren eine DRM-freie Version versprochen.
Vielleicht auf lange Sicht für den einen oder anderen eine Möglichkeit für bestimmte Titel. Man weiss ja nie.
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Jeder Entwickler hat das Recht, Geld für sein Produkt einzufordern. Andererseits hat auch jeder Kunde das Recht, das, was er ehrlich erworben hat, auch wieder weiterzuverkaufen.
Dieses Recht wird aber durch Steam und Co außer Kraft gesetzt. Das, was die Industrie heraufbeschwört, ist die Zerschlagung des Gebrauchtmarktes, je mehr Menschen sich diesem Knebelsystem unterwerfen.

Steam ist eine US-amerikanische Erfindung, die sich nicht mit deutschem Kundenrecht vereinbaren lässt. Deshalb gibt es neben den Steam-Freunden auch Steam-Gegner.

Ebay ist auch eine US-amerikanische Erfindung mit großen Software-Rubriken. Wenn niemand mehr gebrauchte Software anbieten kann, weil alles an Accounts gebunden sein wird, wird Ebay das auch umsatztechnisch irgendwann zu spüren bekommen - zumindest im europäischen Raum. Man sieht, alles hat auch eine Kehrseite.

Wenn mich nicht alles täuscht, war Steam ursprünglich dafür da, Valves Eigenproduktionen zu schützen, weil es zur PC-Kopierszene wohl undichte Stellen in der eigenen Firma gab, die Titel wie Half Life noch vor dem offiziellen Release verbreitet haben und andere Firmen auf die Idee kamen, das Steam-Modell für ihre eigenen Produkte ebenfalls zu nutzen, weil man sah, dass Valve mit seinem System Erfolg hatte und die Zahl der Raubkopien für seine eigenen Spiele erheblich eindämmen konnte.
Rein rechtlich ist der Kunde aber an amerikanisches Recht gebunden. Etwas, das der Amerikaner nach eigenem Gutdünken erstellt und wieder abstellt, wenn ihm danach ist. Denn alles, was der Amerikaner macht, ist automatisch korrekt. Denkt er zumindest.

Mit dem Unterschied, dass ich in DE wohne und für mich deutsche Rechte und Pflichten zu gelten haben und keine amerikanischen. Das ist der Punkt, warum mir kein Steam-Client auf den Rechner kommt. Kein Amerikaner sagt mir, ob ich Produkte deutscher Firmen, die ihre Spiele über Steam vertrieben und damit auch gekoppelt haben, auf dem Gebrauchtmarkt anbieten darf oder nicht.
Wenn ich eine DVD-Box von Daedalic/Crafty Studios/Radon Labs und Attic im MediaMarkt oder sonst wo kaufe, dann darf ich sie auch ohne weiteres auf dem Gebrauchtmarkt anbieten, ohne dass mir ein Amerikaner seine EULA vor die Nase hält.
Zum NLT-Wiki: http://nlt-wiki.crystals-dsa-foren.de/doku.php , Zum Drakensang-Wiki: http://drakensang-wiki.crystals-dsa-foren.de/doku.php
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@ Crystal
Deine Meinung verstehe ich gut und kann sie in vielen Punkten auch nachvollziehen und bin teilweise auch deiner Meinung. Allerdings ist gerade die Rechtsfrage in Punkto Internet ein sehr schwieriges Problem. Die politische Weltentwicklung kann mit der technischen Entwicklung nicht mehr mithalten. Es müsste eine Weltweit einheitliche Gesetzgebung in bezug auf das Internet und in diesem Zusammenhang ein weltweites rechtshilfe Abkommen geben, damit man strafrechtliche Dinge sowohl verfolgen als auch ahnden kann, und ein Konflikt von 2 unterschiedlichen rechtslagen im Lande des Anbieters bzw. des Kunden vernünftig geregelt würde. Aber ich denke dass da für viele Länder zu grosse Wirtschaftsinteressen dahinterstehen als das man eine Einigung und Kompromiss in einem solchen Ausmass innerhalb der nächsten Jahrzehnte erleben wird.

Für alle körperlichen Produkte ist es relativ einfach, wo man/es sich befindet die rechtslage ist entscheidend. Das Internet ist aber leider Grenzübergreifend. Also wird wohl jeder selbst entscheiden müssen wie er damit umgeht.

Falls Valve jemals pleite geht bzw. Steam einstellt gehen mir definitiv einige Spiele verloren.
Dafür hatte ich jahrelang andere Vorteile wie 24/7 einkaufen und direkt benutzen, immer wieder Hammer-Angebote die jede Menge Geld sparten, nie wieder zerkratzte und verlorene Datenträger, CD,DVD vorhanden, CD key weg, ...


Ach ja, ich besitze übrigens auch einige Spiele, die ich sowohl ohne Steam installieren und spielen kann, aber mit denen man sich auch dort registrieren kann (wie Schick HD halt) und die ich trotzdem weiterverkaufen kann.

Und noch ein kleiner Punkt, mittlerweile purzeln die Preise für Spiele ja relativ schnell, also sind 95% aller Spiele nach relativ kurzer Zeit quasi wertlos, weil man sich nicht für 5€ plus evtl noch Porto und Verpackung ein Spiel gebraucht kauft was es für 8.99€ neu gibt. Der hier viel angeprangerte Verlust ist meiner Meinung nach sehr überschaubar. Es gibt ihn allerdings, ohne jeden Zweifel.


P.S. Ich persönlich habe noch kein einziges meiner Computerspiele jemals verkauft.
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Richtig, ein weltumspannendes allgemein für alle gültiges Rechtssystem in puncto Urheberrecht und Verbraucherschutz würde alle Diskussionen im Keim ersticken, denn jeder (Produzent wie Verbraucher) wäre glücklich und nicht rechtlich eingeschränkt. :up: Damit könnte und damit müsste auch ich mich anfreunden.

Im Grunde will ich ja Steam auch niemandem ausreden, falls es denn so rüberkommt. Jeder soll es so halten, wie er es für richtig hält. Die meisten hier sind volljährig und mündig. So. Da gibt es immer solche, die damit kein Problem haben und solche, die das immer aus einem kritischen Blickwinkel heraus beobachten werden.

Für mich ist das jedenfalls nichts. Auch ein Grund, warum ich Spiele mit Origin, UPlay und was es da alles noch gibt, meide. Auch ich habe in meinem bisherigen Leben kaum Computerspiele verkauft, aber was ich nicht möchte ist, dass mir jemand diese Option von vornherein nimmt, anstatt dass ich darüber selbst bestimmen kann, ob ich meine Spiele anbiete oder nicht. Dank der Account-Bindung, egal bei wem, wird mir diese Entscheidungsfreiheit per EULA-Zustimmung (die kaum jemand liest, um genau zu sein) genommen. Und das ist für mich das Kernproblem dieser Kontobindungssysteme.
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Ich kann eines definitiv bestätigen, der Mensch wird massiv durch seine Erfahrungen geprägt.
Mit Steam habe ich bis jetzt quasi keine negativen Erfahrungen und benutze es viel.
Origin habe ich mir angetan weil ich mir Battlefield 3 gekauft, es ausgepackt hatte, von Origin nichts ahnte und das Spiel nun auch benutzen wollte. Origin hatte es aber geschafft meinen Rechner erst schwer auszubremsen, und dann zu etlichen abstürzen zu bringen so das ich mein System komplett neu aufsetzen musste (deinstallieren reichte nicht). Um den Rechner wieder in den Zustand zu versetzen wie er vorher war brauchte ich knapp 3 Tage inclusive aller Programme, Spiele, Lesezeichen usw. Seitdem steht für mich fest: Origin und alle damit zusammenhängenden Produkte kommen mir nicht auf den Rechner. Diesen Sch..ss und diese Probleme können sie behalten, von dem Stunt mit ihrer EULA fangen wir gar nicht erst zu reden an.
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(18.07.2013, 00:06)Durin1978 schrieb: Origin hatte es aber geschafft meinen Rechner erst schwer auszubremsen, und dann zu etlichen abstürzen zu bringen so das ich mein System komplett neu aufsetzen musste (deinstallieren reichte nicht).

Sehr interessant. Aber andersrum gefragt: war das ein Linux oder ein Windows-System? In einem anderen Fall konnte ich vor gar nicht all zu langer Zeit davon profitieren, mein Windows 7 auf einen früheren Stand mittels eines älteren Wiederherstellungspunktes zu versetzen, ohne alles nochmal installieren zu müssen. Diese Funktion möchte ich um keinen Preis mehr missen.
Gibt es sowas für Linux eigentlich auch? Damit könnte man doch quasi auch solche tiefgreifenden Programme wieder von der Platte verbannen. :think:
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Windows Vista 64 bit.
Nach der deinstallation von Origin waren die Probleme immer noch da, und der Wiederherstellungsfunktion traue ich nicht mehr, hatte mir bei einem früheren Problem nicht weitergeholfen. Und da mein System bald eh wieder hätte gesäubert werden müssen, war ein neues Aufsetzen nötig. Allerdings zu einem (wie immer) absolut unpassendem Zeitpunkt. Shit happens :)
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(18.07.2013, 00:21)Crystal schrieb: Gibt es sowas für Linux eigentlich auch? Damit könnte man doch quasi auch solche tiefgreifenden Programme wieder von der Platte verbannen. :think:

Soweit ich weiß, nicht. Ich wüsste aber auch nicht wie ich mein Linux (Opensuse 12.3) dermaßen in den Abgrund reißen kann, wie das unter Windows leider allzu oft der Fall ist. Für den Fall der Fälle habe ich ein Image mit Clonezilla erstellt, dass mir mein System in wenigen Minuten wiederherstellt. Verwende ich übrigens auch um Windowsrechner zu klonen.
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Steam & co sind ja nichtmal das Schlimmste. Es gibt bspw. im App-Bereich Programme, die sich Rechte herausnehmen, die nichteinmal Staatsorgane wie die Polizei haben, wenn man sich unter dringendem Tatverdacht befindet.
Mein Google-Smartphone darf Dinge, die einfach so völlig im rechtswidrigen Raum sind, dass es schon weh tut; und zwar im Sinne der Grundrechte. Da darf theoretisch jeder Kontakt aus meiner Liste angerufen, eingelesen, gelöscht werden, mir der Zugang zum Telefonnetz komplett verwehrt werden, da darf sich ohne meinen Willen ins I-Net eingewählt werden und gesurft werden, ohne dass ich irgendeine Kontrolle darüber hätte, und, und, und. Und das alles mit Apps, die ich nicht entfernen kann oder irgendwie beeinflussen kann.
Vom ständigen Feststellen meiner Position will ich gar nicht reden.
Natürlich hat das auch Vorteile - im Notfall bspw kann mein Handy problemlos gefunden werden und damit im Zweifelsfall auch ich.
Aber muss ich wirklich auf die Gefahren hinweisen? Nehmen wir an, ich gehe auf meine Alten Tage in die Politik, und bin erfolgreich. Und da will mich jemand gesellschaftlich ruinieren deswegen. Passiert nicht? Fragt mal Lady Gaga. Passiert ja mir nicht, bin kein Pop-Sternchen oder Politiker? Von wegen. Auch da gibt es Beispiele. Nennt sich Cybermobbing.

Was hat das Ganze mit Steam zu tun? Nun, Plattformen wie Steam treiben die Akzeptanz dieser Praktiken mit voran. Fragt man einen Jugendlichen danach, ob Er/Sie, diese - hochgradig illegalen - Berechtigungen der Programme gut findet, kriegt man oft "ja klar, ist doch super, was die App alles kann - und haste mal die Grafik gesehen?".
Kurz: die Entwicklung wird als NORMAL angesehen. Origin & co nehmen sich das Recht heraus, Computersysteme zu manipulieren und ungewünschte Programme zu blockieren etc. Auch DAS ist eigentlich I**egal. Unternimmt nur Keiner (wirklich) was dagegen. Alles unter dem Denkmantel des "Urheberrechts". Ist doch fast wie bei Steam, und die sind doch okay, oder?

NEIN!
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Das ist der Aspekt, der bei mir zumindest auch immer Unbehagen auslöst. Die meisten gewöhnen sich an diesen Zustand. Die schrittweise und schleichende Entwicklung efolgt letztendlich immer mehr zu Ungunsten derjenigen, die eigentlich davon profitieren sollten, den Kunden. Die meisten nehmen es zwangsläufig als Normalität wahr und solange man eben nicht von irgendwelchen kundenunfreundlichen Klauseln betroffen ist, stört es ja nicht wirklich. In diesem Sinne läuft das leider so ähnlich ab, wie in vielen anderen Bereichen. Es wird zuoft über das Ziel hinausgeschossen und niemand bemüht sich dann dieses "zuviel" wieder auf ein erträglicheres hier kundenfreundlicheres Maß zurückzufahren. Das ist das Kernproblem solcher Entwicklungen, die kann man, wenn sie sich erst einmal in irgendeiner Form etabliert haben, kaum noch zurückdrängen/rückgängig machen. Und die meisten Menschen haben damit offensichtlich auch kein Problem, solange es sie eben nicht betrifft, solange die Nachteile, nicht direkt spürbar sind, aber wenn man erst einmal diesen Punkt zulässt und erreicht, ist es meist eh schon zu spät.

Steam hat durchaus nachvollziehbare Vorteile und ich nutze es mittlerweile selbst, obwohl ich davon eigentlich grundsätzlich nicht viel halte. Es ist mittlerweile etabliert und man erreicht sehr viele Spieler, die Vorteile liegen für die Entwickler auf der Hand, aber es etabliert eben nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile, die sich vielleicht erst langfristig auswirken werden. Ich möchte den Analogschluss eigentlich nicht ziehen, aber es verläuft wohl ähnlich, wie in der grundsätzlichen Debatte Sicherheit vs. Freiheit. Auf Kosten von Freiheiten werden die Rechte der Verbraucher/Menschen, letztendlich immer mehr eingeschränkt, wohin das langfristig führt, wenn dieses Ungleichgewicht gegenüber den Unternehmen/dem Staat irgendwann zu groß werden sollte, kann man sich kaum ausmalen. Wir steuern aber gesellschaftlich immer mehr in eine bestimmte Richtung, die mir definitiv nicht gefällt.

Unabhängig von diesem Grundproblem, erscheint eine derartig verbreitete Onlinevertriebsplattform wie Steam auch für einen kleineren Entwickler sicherlich als positive/legitime Möglichkeit, die auf den ersten Blick eigentlich nur Vorteile bietet, dass diese mit der schleichenden Einschränkung von Kundenrechten verbunden ist, nimmt man als nicht direkt Betroffener wohl eher in Kauf.
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(18.07.2013, 06:19)Lord Demon schrieb:
(18.07.2013, 00:21)Crystal schrieb: Gibt es sowas für Linux eigentlich auch? Damit könnte man doch quasi auch solche tiefgreifenden Programme wieder von der Platte verbannen. :think:

Soweit ich weiß, nicht. Ich wüsste aber auch nicht wie ich mein Linux (Opensuse 12.3) dermaßen in den Abgrund reißen kann, wie das unter Windows leider allzu oft der Fall ist. Für den Fall der Fälle habe ich ein Image mit Clonezilla erstellt, dass mir mein System in wenigen Minuten wiederherstellt. Verwende ich übrigens auch um Windowsrechner zu klonen.

Kurze Antwort: Doch, gibt es.

Lange Antwort: Generell ist es meiner Erfahrung nach wesentlich schwerer, aus Versehen ein Unixoid zu schrotten als ein Windows. Deshalb kommen die meisten Desktop-Linux-User mit dem Thema nur selten in Kontakt. Es gibt aber sozusagen Möglichkeiten im Überfluss, je nachdem, auf welchem Level man sichern möchte. Einmal gibt es Dateisysteme wie btrfs und ZFS, Tools für das Massenspeichermanagement wie LVM und HotCopy, Tools für die Paketinstallation wie RPM und schließlich Tools im Userland wie BackInTime und Flyback, die alle eine spezifische Art von Snapshots und Rollbacks unterstützen. Der Admin hat die Qual der Wahl.
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