(30.06.2011, 22:34)Junivera von Duisburg schrieb: Alle Schulden erlassen, 10-20 Prozent Inflation, 20 Prozent Lohnkürzung, noch mehr Kredite aus Europa, Gewalt jeder Art, Rentenauszahlung an Verstorbene einstellen,Wenn alle Schulden erlassen sind, dann bräuchte man die anderen Maßnahmen ja gar nicht mehr.

Aber alle Schulden zu erlassen, wäre auch der falsche Weg. Denn zum einen ist jeder Schuldenschnitt ein Eingriff in die Rechte derjenigen, die das Geld mal gegeben haben - auch wenn's nur die bösen, bösen Banken sind - und der darf nicht größer ausfallen, als unbedingt nötig.
Und zum anderen sollte man auch keine falschen Anreize für Staaten setzen. Wer weiß, daß er notfalls mit einem Schlag schuldenfrei werden kann, der verliert auch die Hemmungen schneller, sich völlig zu verschulden. Der Weg aus den Schulden muß ein harter und steiniger sein.
(30.06.2011, 22:34)Junivera von Duisburg schrieb: Die griechische WirtschaftVon alleine müßte sie es nicht. Wenn es mit einem Konjunktirprogramm klappte, dann wäre das auch gut. - Die Frage ist aber eigentlich eher, ob es überhaupt eine leistungsfähige griechische Wirtschaft gibt, die auf die Beine kommen könnte. Was haben die Griechen denn an Industrie? - Ich weiß es nicht. Aber wenn man über die Perspektiven Griechenlands sprechen will, müßte man schon konkreter benennen, was da auf die Beine kommen soll und wieviel damit zu leisten ist.
muss von sich aus (von alleine!) auf die Beine kommen und keiner weiß wie.
(30.06.2011, 22:34)Junivera von Duisburg schrieb: Alles bisher genannten (von Zurgrimm, Rabenaas und mir) Sachen zur Lösung des großenEigentlich würden alle Sachen, die ich als notwendig genannt habe, nur langfristig wirken und überhaupt nicht kurzfristig.
Problems helfen wenn überhaupt nur kurzzeitig.

Kurzfristig wirkt tatsächlich (wenn überhaupt) nur das - von mir eher kritisch genannte - Verscheuern des "Tafelsilbers" und das Schröpfen der Bevölkerung bis an die Armutsgrenze. - Allerdings gibt es auch einen 5%igen "Reichen-Soli" in Griechenland, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Daß nur der kleine Mann zur Kasse gebeten wird, stimmt so also wohl nicht, wenn auch bei der Masse des Volkes - ie nunmal nicht reich ist - immer das Gros der Lasten liegen wird.
"Haut die Säbel auffe Schnäbel."