18.01.2010, 12:59
(17.01.2010, 10:45)Zurgrimm schrieb: Nur was sie denen verfüttern, das weißt Du auch nicht so genau. Und wo der Viehbauer aus Deiner Gegend seine Jungtiere hergekauft hat, ebensowenig.Du würdest dich wundern wie stark reglementiert die heimische Lanwirtschaft ist.
Dass sich da irgendwie (bekannte) Gesundheitsrisiken für den Verbraucher einschleichen, ist schon seeeeeehr unwahrscheinlich.
Einige Beispiele:
- Jedes Tier hat im Ohr eine Plastikplakette, die wie ein Ausweis ist.
- Von jeden Tier gibt es nen Stammbaum.
- Kühe werden vor und nach der Schlachtung auf alles Mögliche untersucht.
- (Verstorbene) Kühe, die nicht zur Schlachtung vorgesehen waren dürfen nicht geschlachtet werden (selbst, wenn die Kuh z.B. nen Knochenbruch hat und man sie töten muss...)
- In den Wänden von Kälberboxen müssen ca. 5-10 cm große Löcher gebphrt werden, damit sich die Kälber gegenseitig sehen können...
- Dieses Jahr war Impfpflicht gegen die Blauzungen"seuche". Das ist eine Krankheit, die von Mücken übertragen wird (und damit eigentlich keine Seuche an sich ist, da nicht von Rind auf Rind übertragbar). Diese Mücken kommen langsam aber sicher von den wärmeren Gefilden nach Deutschland. Die Ausbreitung hier ist gar nicht mal so dramatisch, aber es gab ne ähnliche Panik, wie bei der Schweinegrippe. Und um eine weitere Parallele zu ziehen, ist der Impfstoff nicht wirklich ausgetestet. Folgen sind Eutererkrankungen, Milchleistungseinbußen, keine Fruchtbarkeit, Fehlgeburten,...
Wie man sieht, muss man auf nen Haufen Verordnungen achten. Und von denen sind etliche total hirnrissig.
Naja, wenigstens sorgen sie für nen gleichmäßigen Standard, auch wenn man sich als Landwirt oftmals vera****t vorkommt. Zudem kommen mit den Verordungen oft Mehrkosten auf einen zu und wenn man dann wieder von sinkenden Milchpreisen hört...


(Meine Eltern bzw mittlerweile mein Bruder hat einen Hof, daher weiß ich viele Sachen aus erster Hand.)
Ist Unmögliches denkbar? Und wenn ja, warum Pfefferminztee?