(07.12.2008, 21:52)Rabenaas schrieb:In Ergänzung dazu: Ein Ziel des BGE ist es ja gerade, Selbstbestimmung zu ermöglichen. Und somit Initiative. Jeder soll das machen können, was er am meisten will und somit am besten kann. Das beobachte ich schon bei mir selber: Was ich nicht kann, will ich auch nicht (gutes Beispiel: Mathe!JackyD schrieb:Dafür kann er dann, je nach seinen Fähigkeiten, zum Wohle des Staates eingesetztDas hört sich für mich absolut grauenhaft an. Ich halte das Grundeinkommen für eine gute Idee. Das darf aber nicht als Vorwand genommen werden, die Selbstbestimmung der mündigen Bürger aufzugeben.
(Worauf z.B. die Wehrpflicht schon mal ein Vorgeschmack ist.)


(02.12.2008, 16:17)Praiodan schrieb: Zum Thema Götz Werner und seine Motivation habe ich ja schon was geschrieben, auch zur Motivation der Politik.Eine Antwort dazu sei mir noch gestattet, um deutlich zu machen, dass es eben auch anders geht (dann hör ich auf, darauf herumzureiten

Edit:
Und nochwas: Von der Finanzkrise in die 20:80 Gesellschaft auf telepolis.de. "Die Weltwirtschaft befindet sich im freien Fall - wie wird die Gesellschaft mit der zu erwartenden Massenarbeitslosigkeit umgehen?"
Auszug:
telepolis.de schrieb:Die drei Pseudotheorien
Die Arbeit verschwindet - das will kein Politiker seinen Wählern erzählen. Stattdessen - so Jeremy Rifkin - hat sich die Politik drei Pseudotheorien ausgedacht, um diese Entwicklung zu erklären. Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind für Jeremy Rifkin absurd.
Ideen für die Zukunft
Die 20:80 Gesellschaft kann nur dann bestehen, wenn die 80%, die keinen Vollzeitarbeitsplatz haben, durch eine breite Verteilung des Wohlstandes an der Gesellschaft teilhaben können, ohne sich ausgestoßen zu fühlen und ihrer Chancen zu beraubt sehen. Die potentiell zu verteilende Masse ist in einer hochproduktiven Volkswirtschaft vorhanden - 2006 hatte Deutschland ein Bruttonationaleinkommen von über 2,3 Billionen Euro - rund 28.000 Euro pro Kopf.
An einer Form des bedingungslosen Grundeinkommens (siehe Bedingungsloses Grundeinkommen) wird man also kaum vorbeikommen - es ist nicht die Frage, ob ein solches Grundeinkommen kommen wird, sondern in welcher Form und in welcher Höhe. Auf dem Weg dorthin werden auch noch viele Detailfragen zu klären sein. Auf EU-Ebene harmonisierte Grundeinkommen und Steuersysteme könnten beispielsweise negative Konkurrenzeffekte minimieren. So lange nationale Politik sich zuförderst aus Konkurrenzdenken speist, ist dies allerdings noch ein langer Weg.
Great people care.