17.04.2008, 20:34
Fury schrieb:Naja das Gehalt hat ja nichts mit dem Ergebniss der Evaluation zu tuen.Doch, das war zumindest mal im Gespräch. Ob es dieses System (schon) gibt, weiß ich nicht sicher. Aber ich meine, zuminest in manchen Bundesländern wird schon "leistungsbezogen" vergütet. Und in die Leistungsbewertung geht dann auch die Evaluation ein. Evaluationen, die rein zur Information der Profs dienen, was sie verbesserrn können, meine ich jetzt nicht. Die sind natürlich o.k.
Obi-Wahn schrieb:Was bringt mir ein Prof der vielleicht fachlich hervorragend ist, aber den Studierenden den Stoff nicht vermitteln kann?Dir nichts, aber geht eben nicht immer nur um Dich bzw. die Studenten.

Obi-Wahn schrieb:aber habt ihr schonmal einem Dozenten zugehört, der total ohne roten Faden anderthalb Stunden labert und man sich nachher fragt: "Hää??? Warum habe ich mir nicht gleich ein Buch zu dem Thema geschnappt?Ja, davon habe ich auch 2 Stück kennengelernt. Sie haben sich beide ständig in irgendwelchen abstrusen Beispielen verloren, ohne daß man hinterher überhaupt wußte, was die Quintessenz des Ganzen sein sollte. Übrigens war einer davon ein alter Prof, der 2 Jahre später emeritiert ist, der andere war ein junger Prof, der erst vor kurzer Zeit berufen wurde.
Obi-Wahn schrieb:Manche Leute mögen ja vielleicht fachlich gut sein, aber wenn sie noch nie was von Didaktik gehört haben und offensichtlich Müll machen, haben die in der Lehre nichts zu suchen. Deshalb finde ich eine Evaluation sehr richtig.Der erste Teil ist richtig. Diese Leute hätten eigentlich in der Lehre nichts zu suchen. Nur muß jeder Prof. auch lesen, weil Forschung und Lehre im deutschen System zusammengehören. Läse ein Prof. nicht, verlöre er seinen Titel. Evaluationen, die sich auf das Gehalt auswirken, sind aber deshalb nicht besser, weil eben die Studenten die wissenschaftliche Qualifikation nur in den seltensten Fällen beurteilen können.
Obi-Wahn schrieb:Nur habe ich das Gefühl, die bringt rein garnichts.Kann es heute auch noch nicht, denn wer zu alten Bedingungen in den Staatsdienst getreten ist, kann heute nicht leistungsbezogen bezahlt werden. Das betrifft also frühestens die nächste Generation von Professoren.
Obi-Wahn schrieb:Und dafür bezahlen wir Studiengebühren.. zur Verbesserung der Lehre! Ha!!!Daß Du Studiengebühren für didaktisch begabtere Dozenten bezahlen würdest, ist allerdings ein Irrglaube.

Obi-Wahn schrieb:Insofern bin ich sehr wohl der Meinung, dass die Bezahlung von Profs von den Evaluationsergebnissen abhängig gemacht werden sollte. Vielleicht nicht beim ersten schlechten Ergebniss, aber wenn ein Dozent laufend schlechte Noten einsackt.
Fury schrieb:Wenn man gut ist, wird man bestätigt und ist dann gleich nochmal so motiviert!Aber da liegt doch ein Problem. Nach welchen Kriterien bewertet denn der durchschnittliche Student? Ist er objektiv und fair? Wenn das Fach "langweilig" ist, dann kann auch ein guter Dozent das nicht immer ändern. Von den zweifelhaften "Wohltaten" im Sinne von Tips vor Klausuren, einfache Klausuren, Verkürzungen von Vorlesungen etc. mal ganz zu schweigen. Bewertet wein Student hier wirklich unvoeingenommen? Und was ist, wenn er bei dem Prof schonmal dirch eine Prüfung gefallen ist? Wird er einen Ärger darüber bei der Evaluation wirklich vergessen?
Kann er beurteilen, ob das, was für ihn verständlich ist, auch wissenschaftlich fundiert ist? Ich zweifle daran. Die Professoren der Gunst von uns Studenten auszusetzen, halte ich nicht für den richtigen Weg, auch wenn ich selbst manchmal schon gute Lust gehabt hätte, den einen oder anderen "abzustrafen".
"Haut die Säbel auffe Schnäbel."