Den Zwölfen zum Gruße!
Das gehört allerdings zum fußballerischen Allgemeinwissen, wenn man für Deutschland ist. Peinlich, dass der Kommentator, der während der Unterbrechnung nun wirklich alle Zeit der Welt hatte, um zu überlegen, jenes Spiel fälschlicherweise als "Halbfinale" bezeichnete. Es ähnelte zwar stark einem Halbfinale, weil beide Mannschaften nach zwei Siegen in der Zwischenrunde um den Einzug ins Finale kämpften. Das Spiel hätte jedoch auch unentschieden ausgehen können, wodurch Deutschland weitergekommen wäre.
Gestern habe ich aufgrund der Verzögerung nur die erste Halbzeit von Ukraine - Frankreich gesehen. Da waren beide Mannschaften relativ gleichauf, mit Unsicherheiten in der Abwehr und Ungenauigkeiten im Abschluss. Der ukrainische Torhüter hatte einige Glanzparaden.
Das alles reicht aber nicht für eine fundierte Spielbeurteilung. Schon oft habe ich bei einer WM gesehen, dass eine Außenseitermannschaft 60-70 Minuten mithalten kann, dann aber einknickt. Entweder haben die Spieler nicht die gleiche Kondition wie ihre Gegner oder sie müssen durch Laufen wettmachen, was ihnen an Technik fehlt, wodurch sich am Ende der Kräfteverschleiß bemerkbar mache.
Schade für die Ukraine, aber sie haben immer noch die Möglichkeit, durch einen Sieg im letzten Spiel weiterzukommen. Damit stehen sie besser da als zum Beispiel Polen, Italien und die Niederlande, von den wilden Konstellationen mit Portugal und Dänemark, die ich jetzt nicht weiter ausführen möchte, mal abgesehen. Ein Sieg gegen England wäre überraschend und letzten Endes wäre schon ein Punktgewinn ein respektables Ergebnis.
Schweden ist nach Irland als zweite Mannschaft aus dem Turnier geflogen, was durchaus eine kleine Überraschung ist. Vielleicht war die Niederlage gegen England Pech (so sieht zumindest das Ergebnis aus, insbesondere wenn man bedenkt, dass Schweden zwischendurch führte). Sie haben jetzt noch die Chance, sich mit einem guten Spiel gegen Frankreich würdevoll aus der EM zu verabschieden. Den Schweden traue ich einen Sieg oder Unentschieden eher zu als den Iren, so dass sie tatsächlich noch die Gruppe aufmischen können.
England hatte immerhin eines der beeindruckendsten Tore der bisherigen EM. Der Siegtreffer war tatsächlich eine Klasse für sich. Weder England noch Frankreich noch der Ukraine traue ich hingegen nach der bisherigen Leistung zu, gegen Spanien oder auch gut aufgelegte Italiener zu bestehen.
Nach zwei Spieltagen in jeder Begegnung mindestens ein Tor und jede Mannschaft mit wenigstens einem Treffer - das ist tatsächlich ein sehr angenehmer Zwischenstand. Erinnern wir uns an die letzte EM, als nach zwei Spielen bereits in jeder Gruppe die Sieger feststanden. Genützt hat es nur den Spaniern, während aller anderen Gruppenersten im Viertelfinale rausflogen. Insofern ist Sicherheit kein Garant für zukünftigen Erfolg.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie versuchen werden, dieses Spiel mit einigen Gängen heruntergeschaltet nach Hause zu schaukeln. Es wäre einfach zu peinlich, nach zwei Siegen doch noch das Vorrundenaus zu erleiden. Die Dänen sehe ich nicht als schwächste Mannschaft der Gruppe, dafür haben sie bisher zu gut mitgehalten. Sie haben nur keine großen Namen auf dem Papier.
(15.06.2012, 18:25)Zurgrimm schrieb: Eine Spielunterbrechung hat es wohl noch nicht gegeben, aber einen halbstündig verspäteten Anpfiff schon: Bei der Wasserschlacht von Frankfurt in der WM 1974.
(15.06.2012, 19:00)Crystal schrieb: Erstaunlich, wo du immer wieder Dinge rauskramen kannst.1974 war ich im Kindergarten und hab mich nicht für Fußball interessiert, zumindest nicht für den professionellen.
Das gehört allerdings zum fußballerischen Allgemeinwissen, wenn man für Deutschland ist. Peinlich, dass der Kommentator, der während der Unterbrechnung nun wirklich alle Zeit der Welt hatte, um zu überlegen, jenes Spiel fälschlicherweise als "Halbfinale" bezeichnete. Es ähnelte zwar stark einem Halbfinale, weil beide Mannschaften nach zwei Siegen in der Zwischenrunde um den Einzug ins Finale kämpften. Das Spiel hätte jedoch auch unentschieden ausgehen können, wodurch Deutschland weitergekommen wäre.
Gestern habe ich aufgrund der Verzögerung nur die erste Halbzeit von Ukraine - Frankreich gesehen. Da waren beide Mannschaften relativ gleichauf, mit Unsicherheiten in der Abwehr und Ungenauigkeiten im Abschluss. Der ukrainische Torhüter hatte einige Glanzparaden.
Das alles reicht aber nicht für eine fundierte Spielbeurteilung. Schon oft habe ich bei einer WM gesehen, dass eine Außenseitermannschaft 60-70 Minuten mithalten kann, dann aber einknickt. Entweder haben die Spieler nicht die gleiche Kondition wie ihre Gegner oder sie müssen durch Laufen wettmachen, was ihnen an Technik fehlt, wodurch sich am Ende der Kräfteverschleiß bemerkbar mache.
Schade für die Ukraine, aber sie haben immer noch die Möglichkeit, durch einen Sieg im letzten Spiel weiterzukommen. Damit stehen sie besser da als zum Beispiel Polen, Italien und die Niederlande, von den wilden Konstellationen mit Portugal und Dänemark, die ich jetzt nicht weiter ausführen möchte, mal abgesehen. Ein Sieg gegen England wäre überraschend und letzten Endes wäre schon ein Punktgewinn ein respektables Ergebnis.
Schweden ist nach Irland als zweite Mannschaft aus dem Turnier geflogen, was durchaus eine kleine Überraschung ist. Vielleicht war die Niederlage gegen England Pech (so sieht zumindest das Ergebnis aus, insbesondere wenn man bedenkt, dass Schweden zwischendurch führte). Sie haben jetzt noch die Chance, sich mit einem guten Spiel gegen Frankreich würdevoll aus der EM zu verabschieden. Den Schweden traue ich einen Sieg oder Unentschieden eher zu als den Iren, so dass sie tatsächlich noch die Gruppe aufmischen können.
England hatte immerhin eines der beeindruckendsten Tore der bisherigen EM. Der Siegtreffer war tatsächlich eine Klasse für sich. Weder England noch Frankreich noch der Ukraine traue ich hingegen nach der bisherigen Leistung zu, gegen Spanien oder auch gut aufgelegte Italiener zu bestehen.
(16.06.2012, 10:10)Zurgrimm schrieb: Zwei Runden der Vorrundenspiele sind nun um, eine verbleibt noch. Wie also ist der Stand? (...) Noch keine Mannschaft ist sicher weiter, jedes der verbleibenden 14 Teams kann noch ausscheiden, wenn es richtig schlecht läuft. Es gab weiterhin kein torloses Spiel.
Nach zwei Spieltagen in jeder Begegnung mindestens ein Tor und jede Mannschaft mit wenigstens einem Treffer - das ist tatsächlich ein sehr angenehmer Zwischenstand. Erinnern wir uns an die letzte EM, als nach zwei Spielen bereits in jeder Gruppe die Sieger feststanden. Genützt hat es nur den Spaniern, während aller anderen Gruppenersten im Viertelfinale rausflogen. Insofern ist Sicherheit kein Garant für zukünftigen Erfolg.
(16.06.2012, 10:10)Zurgrimm schrieb: Für Deutschland sieht es gut aus, da der Leistungstrend aufwärts geht und ein Punkt reicht. Bei Dänemark fällt Rommedahl verletzt aus, die Deutschen müssen bekanntlich auf Boateng verzichten. Der größte Feind könnte am Ende das Wissen sein, daß ein Unentscheiden gegen den schwächsten Gruppengegener reicht und die Annahme, daß man Kräfte schonen könne. - Schiedsrichter wird übrigens derselbe Mann sein, der im Eröffnungsspiel die einzigen beiden roten Karten des Turniers bislang gezogen hat.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie versuchen werden, dieses Spiel mit einigen Gängen heruntergeschaltet nach Hause zu schaukeln. Es wäre einfach zu peinlich, nach zwei Siegen doch noch das Vorrundenaus zu erleiden. Die Dänen sehe ich nicht als schwächste Mannschaft der Gruppe, dafür haben sie bisher zu gut mitgehalten. Sie haben nur keine großen Namen auf dem Papier.
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