17.10.2011, 20:29
(17.10.2011, 18:49)Wolverine schrieb: Vor kurzem hatte ich irgendwo gelesen, dass eine Homöopathie-Studie die Wirksamkeit von hochverdünnter Antimaterie bei Minderwertigkeitskomplexen "nachgewiesen" hat.Mal was grundsätzliches zum Thema Homöopathie: Es gibt eine Reihe von Stoffen, z.B. Hormone und Botox, die in sehr kleinen Dosen wirksam sind. Deswegen geht es mir auf den Senkel, dass einige Mediziner sich für besonders harte Naturwissenschaftler halten, wenn sie erstens pflanzliche Arzneimittel mit Homöopathika in einen Topf schmeißen, und dann die Anwender als Deppen hinstellen. Natürlich ist Homöopathie keine Naturwissenschaft im heutigen Sinn. Aber alles pauschal für Blödsinn zu erklären, ohne einen Gegenbeweis antreten zu können, ist eben auch unwissenschaftlich.
(17.10.2011, 18:49)Wolverine schrieb: Aus dem Grund macht die medizinische Forschung inzwischen Meta-Studien, als Studien über viele Studien zu einem ThemaNeulich kam eine Meta-Studie heraus mit dem Ergebnis, dass über die Hälfte der wirklich großen, einflussreichen Studien sich im zweiten Durchlauf nicht bestätigen ließen...
(17.10.2011, 18:49)Wolverine schrieb: Da wäre ich wiederum eher vorsichtig. Der Mensch hat halt nicht ohne Grund (s.o.) komplexe Verfahren entwickelt, um insbesondere pflanzliche Nahrung bekömmlich zu machen.Leute, die grundsätzlich auf das Garen verzichten, finde ich auch etwas extrem. Aber nimm z.B. Räuchern. Das hatte früher durchaus Sinn, weil man so Proteinreiche Nahrung haltbar machen konnte, und es hat dem Konsumenten unter dem Strich vermutlich genutzt. Holzrauch per se ist bestimmt nicht die gesündeste Zutat.
Andres Beispiel: Als in Südamerika der Mais aufkam, hat es vermutlich zum ersten mal eine Diabetes-Epedemie gegeben. (Haben die irgendwie anhand menschlicher Überreste herausgefunden.) Trotzdem hat sich dort der Mais als Grundnahrungsmittel durchgesetzt, eben weil Bekömmlichkeit nicht das einzige Kriterium bei Nahrungsmitteln ist.
In diese Richtung geht übrigens auch die Paläo-Diät (so ziemlich das Gegenteil von Veganismus

(17.10.2011, 18:49)Wolverine schrieb: Ich bin mir nicht sicher, was mehr wert ist, aber für die alten Römer war die Sache eindeutig:Den Rückschluss von den Römern auf die Gesundheit halte ich für gewagt. Ich kenne übrigens den Heidnischen brauch (aus Skandinavien), für männlichen Nachwuchs ein Weißbrot und für ein Mädchen ein Graubrot zu opfern. Ist Weißbrot deshalb gesünder?
Weissbrot (panis) war den höheren Gesellschaftsklassen vorbehalten. Insbesondere Sklaven wurden mit Graubrot etc abgespeist, lediglich besonders wertvolle (Galeeren-)Sklaven und Gladiatoren kamen in den Genuss von Weissbrot.